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Von Dr. med. Bernhard Maertens  

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Auf dem Dachboden meines Elternhauses fand ich im Jahre 1990
eine alte Kommode wieder, die verstaubt und scheinbar unbenutzt
herumstand und mir von früher her schon wegen ihres hässlichen
und rissigen, braunen Anstrichs in schlechter Erinnerung war.
Da sie aber aus massivem Holz bestand, völlig unversehrt war
und von der Größe her genau in das Kinderzimmer unseres Enkels
passte und Spielzeug aufnehmen sollte, hatte ich ein Auge darauf
geworfen: den unschönen Anstrich konnte man ja entfernen.
Nur ungern trennte sich meine Mutter von dem Stück, da sie auf
der Kommode stehend (damals 81 Jahre alt) Wäsche unter
dem Dach aufzuhängen pflegte.

Die Farbe aus Kaiserzeiten kriegte ich nicht herunter. So brachten
wir die Kommode in die Kunsttischlerei H. Krätzer. Von dort kam
ganz schnell ein Anruf, was für ein schönes Stück wir ihm da
gebracht hätten und ob er nicht doch gleich vollständig
restaurierten solle: Natürlich!

Nach Fertigstellung war mein Eindruck überwältigend,
ein Juwel des Biedermeier!

Meine Mutter - aus einem sparsamen preußischen Offiziershaushalt
stammend - hatte sofort eine Erklärung für den entstellenden, rück-
blickend aber glücklichen Anstrich: Sie erinnerte sich daran, dass
die Kommode in der Mädchenkammer verwendet wurde und mit
dem - möglicherweise auch als Schutz gedachten - Anstrich
demonstriert werden sollte, wie bescheiden man lebte, geprotzt
wurde damals nicht, jedenfalls nicht im außermilitärischen Bereich.
Die Kommode steht im übrigen nicht im Kinderzimmer! 

Bernhard Maertens



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